| s’Läbkuchehäusle |
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Als ich während des Einkaufs in der Migros nach neuen Artikeln und Aktionen herumstöberte, stach mir auf einmal das Lebkuchenbastelset für 13.- auf. Ich konnte der Versuchung nicht wiederstehen ein Set mit nach Hause zu nehmen, um es meiner Freundin als vorweihnachtliche Überraschung zu schenken. Noch am selben Nachmittag packte ich die vielen Teile bestehend aus Lebkuchenteile und Marzipanfigürchen und -verzierungen aus. Nachdem ich in der Anleitung lass, dass man die Lebkuchen zusammen mit einem Topf voll Wasser für kurze Zeit und bei niedriger Temperatur in den Ofen stellen sollte, damit sie weich werden und so besser beschneidbar, war mir schon sehr geholfen. Nur blöd, dass dieser Satz erst sehr viel später stand als: “Schneiden sie die Ränder der Lebkuchen ab, um eine planee Fläche zu erhalten…”.
Nun gut, danach war der Zuckerguss dran. Zum Glück hatte ich noch eine Dose mit Pulverzucker zu Hand und ein Ei bzw. das Eiweiss daraus. Nach überzeugtem Mischen und Rühren wurde schnell klar, dass ein Mixer her muss. Es war die Gelegenheit, meine Freundin ins Spiel zu bringen. Sie war nicht nur im Besitz eines Mixers, sondern hatte bestimmt auch Lust mit zu basteln, dachte ich mir. Nach einigen Momenten der Überredung war sie im Team (und der Mixer auch).
Mit in zweigeteilten Zahnstocher hefteten wir die Lebkuchen zu einem fast schon stabilen Häusschen zusammen. Doch was danach kommen sollte, liess die Zahnstocheraktion als eine Konstruktionsmeisterleistung erscheinen. Es war die Zeit des Zuckergusses. Nachdem wir nach ein paar Versuchen endlich eine halbwegs funktionstüchtige zierliche Spritztüte gebastelt hatten, konnten wir sie leider nicht mit dem extrem dickflüssigen Zuckgerguss füllen. Letzliche nahmen wir einfach ein Backpapier. Gossen den Zuckerguss drüber und rollten das Papier zu einer Papiertüte. Zuckergussrohrleitungssystem hätte eigentlich besser als Bezeichung gepasst. Feinfühlig, so sehr wie es nur möglich wahr, drückte Jeannette den Zuckerguss aus der “Spritztüte” aufs Lebkuchenäusschen. Nur blöd, dass der Zuckerguss nicht nur aus dem 5cm grossen Loch unten, sondern auch auf der Seite und oben herausspritze. Nachdem wir den Zuckerguss aus meinem Haar gerieben hatten schafften wir es am Schluss doch noch irgendwie die Lebkuchenteile mit dem Zuckerguss an einander zu kleben und die vielen Marzipanteilchen auf das Lebkuchenhaus zu fixieren.
Obwohl es das reinste Chaos mit vielen Lachpausen, sieht das Resultat doch ansprechend aus. Es war auf jeden Fall ein lustiger Spass, den jeder an einem langweiligen Sonntag nachmachen kann.
